Meldung | Liedzensur bei Bergkirchweih
Pressemitteilung der FDP Bayern vom 22.05.2026. Der Text wurde von der Regensburger Stadtzeitung nicht verändert.
Skandal um Bergkirchweih
- Anzeige -München/Erlangen, 22.05.2026Die Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen hat den Wirten der bekannten Bergkirchweih eine Liste von zwölf Songs zugestellt, die nicht mehr gespielt werden sollen – darunter „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang. Der Landesvorsitzende der FDP Bayern, Matthias Fischbach, kritisiert den Vorgang: „Der eigentliche Skandal an dieser Liederliste ist, dass eine hochverschuldete Stadt mit Konsolidierungsauflagen offenbar noch Personalressourcen hat, um jahrzehntealtes Liedgut für ein kurioses Blacklisting zu scannen. Das ist überzogen woke Symbolpolitik auf Kosten der Steuerzahler – und Bevormundung mündiger Wirte, Bands und Festbesucher. Das hätte ich unter dem neuen CSU-Oberbürgermeister nicht erwartet.“
Fischbach findet besonders absurd: “Der 45 Jahre alte Klassiker „Skandal im Sperrbezirk“ nimmt ja gerade spießige Sittenpolitik einer Stadtverwaltung aufs Korn, die im Endeffekt das Gegenteil erreicht. Doch bei aller Sorge um die nächtliche Konjunktur unter 32-16-8 haben Erlangens Sittenwächter trotz ihrer umfassenden Songanalyse diesen tieferen Sinn wohl nicht verstanden. Mich wundert nicht, dass nun die Streamingzahlen der gelisteten Lieder seit der Veröffentlichung deutlich nach oben schnellen. Davon sind aber leider nicht nur die harmlosen Stücke, wie dieses betroffen. Ähnlich wie beim Layla-Verbot seinerzeit in Würzburg, das Erlangens Prüderie-Experten als Vorbild aufführten, wird auch diese Liste dem ursprünglichen Ansinnen einen Bärendienst erweisen.“
- gepostet am: Mittwoch, 27. Mai 2026







