
Mehr Klartext wagen! | Aiwanger warnt vor Winterlücke bei Gasspeichern und fordert Eingreifen des Bundes
Marktanreize fehlen trotz gebuchter Kapazitäten
Zwar seien knapp 80 Prozent der Speicherkapazitäten von Gashändlern gebucht, tatsächlich befüllt werde jedoch kaum – die geringe Preisdifferenz zwischen Sommer- und Wintermonaten mache eine frühzeitige Einlagerung unattraktiv. „Theorie und Praxis klaffen zu weit auseinander“, kritisierte der Minister. Verschärft werde die Lage durch steigende internationale LNG-Nachfrage, insbesondere aus Asien.
Aiwanger mahnte: „Der Bund muss die Entwicklung engmaschig beobachten und jederzeit in der Lage sein, gegenzusteuern. Wir wollen keine unnötigen Eingriffe in den Markt. Aber wenn sich eine Versorgungslücke abzeichnet, darf der Staat nicht erst reagieren, wenn der Winter vor der Tür steht.“
Bayern: Regionale Verteilung entscheidend
Der bundesweite Durchschnitt allein reiche für Bayern nicht aus, so der Minister. Entscheidend seien auch regionale Verteilung und Ausspeicherleistung – die bayerischen Speicher wiesen derzeit vergleichsweise niedrige Füllstände auf. Wichtige Rolle spielten dabei auch die österreichischen Speicher Haidach und 7Fields, die direkt an das deutsche Netz angebunden sind. „Entscheidend ist nicht die deutsche Gesamtsicht. Entscheidend ist, ob das Gas im Winter dort aus dem Speicher kommt, wo es gebraucht wird“, so Aiwanger.
Die von Ministerin Reiche geplante Nationale Gasreserve begrüßte er grundsätzlich, wies aber darauf hin, dass sie für den bevorstehenden Winter zu spät komme:
„Das Gas für den nächsten Winter muss jetzt in die Speicher.“
Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger warnt vor einer drohenden Winterlücke bei den deutschen Gasspeichern und fordert den Bund zum Eingreifen auf – besonders die bayerischen Speicher weisen derzeit niedrige Füllstände auf.
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- gepostet am: Freitag, 21. August 2026







