Aus bayerischen Polizeiberichten | Schleuser gefasst

Aus bayerischen Polizeiberichten | Schleuser gefasst

Prekäre Beförderungssituation: Ein 15-Jähriger wurde im Kofferraum über die deutsch-österreichische Grenze gefahren. Der mutmaßliche Schleuser sah offenkundig keine andere Möglichkeit, den kolumbianischen Jugendlichen zusammen mit seinen vier Landsleuten zu befördern.


Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion München vom 27.07.2026. Der Text wurde von der Regensburger Stadtzeitung nicht verändert.

Bundespolizei ermittelt wegen Einschleusens von Ausländern
Albaner befördert Jugendlichen im Kofferraum - fünf Kolumbianer ohne Einreisepapiere

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Mittenwald (B2) / Garmisch-Partenkirchen (ots) Die Bundespolizei hat Sonntagnacht (26. Juli) an der B2 nahe Mittenwald einen mutmaßlichen Schleuser gefasst. Der Albaner beförderte in seinem Pkw mit deutschen Kennzeichen fünf kolumbianische Personen. Der Jüngste von ihnen fand nur noch im Kofferraum Platz. Papiere für die Einreise in die Bundesrepublik hatte keiner aus der fünfköpfigen Gruppe.

Bei der grenzpolizeilichen Kontrolle händigte der albanische Fahrzeugführer den Beamten eine deutsche Aufenthaltserlaubnis und einen deutschen Führerschein aus. Beim Blick in das Wageninnere stellten die Bundespolizisten sogleich fest, dass im Kofferraum zwischen mitgeführten Kleidungsstücken ein Jugendlicher lag. Der Fahrer erklärte spontan, dass er sich schon über das Risiko einer solchen Beförderung Gedanken gemacht, aber sonst eben auch keinen weiteren Sitzplatz im Wagen gehabt hätte. Schließlich sei der 15-Jährige doch freiwillig in den Kofferraum gestiegen.

Die fünf Begleiter des albanischen Staatsangehörigen führten weder Pässe noch Ausweise mit. Ersten Erkenntnissen zufolge waren sie bereits in der Vergangenheit in Deutschland registriert worden. Sie wurden wegen des Verdachts des illegalen Einreiseversuchs angezeigt und anschließend der zuständigen Ausländerbehörde zugeleitet. Dort wird über ihren weiteren Verbleib in der Bundesrepublik zu entscheiden sein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der vorläufig festgenommene Albaner das Garmisch-Partenkirchner Bundespolizeirevier am Montagmorgen wieder verlassen. Der 28-Jährige, der in Niedersachsen gemeldet ist und auch einen festen Wohnsitz hat, muss voraussichtlich schon bald mit einem Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnen.

  • gepostet am: Donnerstag, 06. August 2026

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