Nachgefragt | Wo sind die Touristen? – Die Regensburger Altstadt in der Krise

Nachgefragt | Wo sind die Touristen? – Die Regensburger Altstadt in der Krise

Die gewohnten Touristenströme blieben in Regensburg z.T. aus.

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Umsatzeinbrüche, Geschäftsleerstände, ein gefloppter verkaufsoffener Sonntag – in Regensburg zeigen sich die Auswirkungen von Corona und dem Ukraine-Krieg auf die Wirtschaft. Vor allem die Altstadt leidet. Zara schließt, auch Galeria Kaufhof steht vor dem möglichen Aus. Die Touristenzahlen sind verhalten.

Sabine Thiele, Geschäftsführerin der „Regensburg Tourismus GmbH“, schätzt die derzeitige Situation von Tourismus und Handel ein: „Der Städtetourismus und die Veranstaltungsbranche waren die großen Verlierer der Pandemie. Der Städtetourismus läuft erst langsam wieder an und wird derzeit erneut gebremst von Krieg und Energiekrise. Die Gäste buchen sehr kurzfristig und erwarten großzügige Stornobedingungen. Zwar ist das Geschäft diesen Winter wieder angezogen, aber erreicht bei weitem nicht das Niveau vor der Pandemie. Durch unsere Kontakte in ganz Deutschland wissen wir, dass das in den Städten überall so ist.“

Michael Quast, dem Geschäftsführer vom „Stadtmarketing Regensburg“, liegen noch keine konkreten Zahlen zu Tagestouristen und Übernachtungsgästen vor.

Ingo Saar, Geschäftsführer vom Verein „Faszination Altstadt“, beurteilt den verkaufsoffenen Sonntag am 27.11.2022: „Zum verkaufsoffenen Sonntag am 1. Advent gehen die Bewertungen der Altstadthändler sehr weit auseinander. Nach Schulnoten ist von 1 bis 6 alles dabei. Wobei die schlechteren Noten überwiegen, was zu einer Durchschnittsbewertung von 4 (ausreichend) führt.“

Kathrin Prockl, Geschäftsführerin der „ARS Incoming Service GmbH“, eines Anbieters von Kreuzfahrtschiffen in Regensburg, möchte keine genauen Zahlen zu den Schiffsbuchungen im Dezember angeben.

Anlandungen von Kreuzfahrtschiffen fallen in den Verantwortungsbereich von „das Stadtwerk.Regensburg“. Pressesprecher Martin Gottschalk liefert der Regensburger Stadtzeitung harte Fakten: Im November 2019 hätten 91 Kreuzfahrtschiffe in Regensburg angelegt, im November 2022 hingegen nur 59. Im Dezember 2019 seien es 104 Kreuzfahrtschiffe gewesen, im Dezember 2022 waren immerhin wieder 91 Kreuzfahrtschiffe angemeldet.

Corona ist noch nicht ganz vorbei. Die üblichen Touristenzahlen der Welterbestadt sind gesunken. Die wirtschaftliche Lage in der Regensburger Altstadt ist angespannt. Trotzdem locken Publikumsmagnete wie der „Romantische Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis“ große Scharen an Touristen nach Regensburg, wenn auch noch etwas verhaltener als 2019. Und weniger Touristen bedeuten weniger Kaufkraft. Für das nächste Jahr sollten sich die Altstadtkaufleute und Tourismusexperten etwas einfallen lassen, um dem Negativtrend entgegenzuwirken. Denn die Zugkraft des „Romantischen Weihnachtsmarktes auf Schloss Thurn und Taxis“ lindert zwar die große Not von Handel, Gastronomie und Gewerbe im November und Dezember deutlich. Aber ein ganzes Jahr ist lang. (lnw)

 


Die „Nachgefragt“-Reihe

  • gepostet am: Sonntag, 18. Dezember 2022

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