Nachgefragt | Grüne fallen um, Containerdepot ist auf dem Weg

Nachgefragt | Grüne fallen um, Containerdepot ist auf dem Weg

Opfer einer fehlgeleiteten Machtpolitik: Biotop ade!


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Es ist vorbei, der Stadtrat hat abgestimmt, das vieldiskutierte Containerdepot am Ostbahnhof wird kommen. Die Hälfte der Grünen Stadtratsfraktion ist wie erwartet umgefallen. Ein schwarzer Tag für Regensburgs unversiegelte Naturflächen.

Was passiert nun?

Am Ostbahnhof wird nun eine 12,5 ha große Grünfläche zum Containerdepot werden. Hiermit schafft man Stellflächen für Container, die auf Züge oder LKWs verladen werden. Die Schäden an der Umwelt will man mit allzu weit abseits gelegenen Ausgleichsflächen kompensieren. Der Bund Naturschutz und die Anwohner haben erfolglos gegen den Umweltfrevel protestiert – mit dem Projekt soll eines der größten zusammenhängenden Biotope in Regensburg zerstört werden. Außerdem steigt die Lärm- und Hitzebelastung im Wohnviertel.

Zerreißprobe bei den Grünen

Die Grünen hätten Regensburgs Biotop bei der Stadtratsabstimmung noch vor dem Containerdepot retten können. Nach Insiderberichten wurde die Abstimmungsfrage intern zu einer weiteren Zerreißprobe. Aufrechte Idealisten kämpfen gegen machthungrige Opportunisten: Es zeichnet sich ab, dass sich die Grünen der SPD als Alternative zur CSU anbiedern werden und dafür mit ihren Idealen brechen. Auch bundespolitisch ist dieser Negativtrend der einst so grünen Partei zu beobachten: Ob Braunkohle oder Fracking – die Grünen geben Stück für Stück ihre Positionen auf, um am Machtkuchen teilhaben zu dürfen.

Natur kaputt

Durch politisches Kalkül und vorgeschobene wirtschaftliche Interessen wird ein weiteres Biotop in Regensburg zerstört. In Zeiten von Fridays for Future eigentlich undenkbar. Aber solange noch Menschen gegen Kahlschlag und Flächenfraß kämpfen, gibt es noch Hoffnung, wenn auch nicht mehr mit den Grünen als verlässlichen Verbündeten. Die CSU aber scheint ihre Lektion gelernt zu haben. Sie positioniert sich neu, denn sie weiß inzwischen: Zukunftsgestaltung gegen die Natur wird zum selbstmörderischen Unterfangen. Wir bleiben den Umweltsündern auf der Spur. (lnw)

 


 

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