Nachgefragt | Stadt Regensburg will 100-jährige Stieleiche fällen

Nachgefragt | Stadt Regensburg will 100-jährige Stieleiche fällen

- Anzeige -
Die alte Stieleiche am Rennplatz im Münzer Weg hat einen Umfang von 210 Zentimetern, wie der Bund Naturschutz (BN) in einer Pressemitteilung berichtet. Laut städtischer Baumschutzverordnung ein Baum erster Güte, denn er habe ungehindert in Breite und Höhe wachsen können. Jetzt soll er gefällt werden.

Was soll das?

Der Stamm stehe auf zwei Privatgrundstücken. Der eine Teileigentümer wolle die Eiche nun beseitigen, während der andere sie erhalten wolle. Das Umweltamt habe eine Ausnahmegenehmigung für die Fällung erstellt, auf deren Grundlage der eine Eigentümer gegen den anderen klage. Die abstruse Begründung: Das Gartengrundstück sei aufgrund einer gesundheitlichen Beschwerde nicht nutzbar (ein Attest liegt dem BN aber nicht vor). Das Gericht soll nun über das Schicksal des Baumes entscheiden und könnte laut Bund Naturschutz als Präzedenzfall dienen.

Ersatzpflanzung: schlechter Witz

Der Bund Naturschutz kann vor Ort keine Beeinträchtigung durch den Baum feststellen. Stattdessen biete er Kühle, Schatten, erzeuge Sauerstoff und bringe Grün und Naturvielfalt in die Stadt – was der Allgemeinheit zugutekomme. Die behördlich angeordnete Ersatzpflanzung mit einem Stammumfang von 12–14 Zentimetern könne diese Eigenschaften erst nach 50 Jahren Wachstum erreichen. Damit nicht genug: Auf den im Bebauungsplan für Bäume gekennzeichneten Orten stehen laut Bund Naturschutz keine Bäume, sondern Autos. Für die laut Landesamt für Umwelt am stärksten vom Klimawandel betroffene Stadt – ein Armutszeugnis.

Grün kaputt

Die Strategie der Stadt, großflächige Baumfällungen durch sogenannte Ausgleichsflächen etwa auf den Winzerer Höhen zu ersetzen, wo sie keinem Regensburger nützen, kennen wir schon (wir haben berichtet). So wird das Grün in Regensburg – nach rechtlichen Maßgaben – immer weniger, aber niemals mehr. Wenn das Gericht tatsächlich der Fällung zustimmen sollte, wäre das eine Kapitulation vor den neurotischen Naturphobikern, die unsere schöne Stadt nach und nach in eine Steinwüste verwandeln. (lnw)

 


Die „Nachgefragt“-Reihe

Magazin weitere Artikel

Mehr Klartext wagen! | Einladung von Merkel zum CDU-Parteitag: Ausdruck politischer Todessehnsucht?

Mehr Klartext wagen! | Einladung von Merkel zum CDU-Parteitag: Ausdruck politischer Todessehnsucht?

Irgendwie scheint die CDU von einer Art politischer Todessehnsucht befallen zu sein. Anders lässt sich deren Idee, Angela Merkel zu ihrem großen Parteitag einzuladen, nicht erklären.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Liebevoll saniertes Wasserschloss Pürkelgut Opfer von Einbruchsserie und hemmungslosem Vandalismus

Nachgefragt | Liebevoll saniertes Wasserschloss Pürkelgut Opfer von Einbruchsserie und hemmungslosem Vandalismus

Die Dieselstraße ist schon seit einigen Jahren das Sorgenkind des Regensburger Stadtostens. Mittlerweile sind auch Einbrecher hier unterwegs.

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Versuchter Raub durch Südländer am Regensburger Peterstor

Aus bayerischen Polizeiberichten | Versuchter Raub durch Südländer am Regensburger Peterstor

Am frühen Sonntagmorgen kam es zu einem versuchten Raub beim Peterstor. Der bislang unbekannte Täter flüchtete ohne Beute.

>> weiterlesen

Mehr Klartext wagen! | Neulich bei Miosga: Tiefpunkt journalistischer Unfähigkeit

Mehr Klartext wagen! | Neulich bei Miosga: Tiefpunkt journalistischer Unfähigkeit

Für einen neuerlichen Tiefpunkt journalistischer Unfähigkeit im ÖRR sorgte Sonntag Nacht mal wieder Caren Miosga in ihrer gleichnamigen Polit-Talkshow. Zu Gast diesmal Tino Chrupalla.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Update: 30.000 € Stadt-Geld gehen jetzt doch an Sea-Eye

Nachgefragt | Update: 30.000 € Stadt-Geld gehen jetzt doch an Sea-Eye

Nach langem Hin- und Her: Jetzt spendet die Stadt Regensburg doch 30.000 € an die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Ehemalige Praktikantin jetzt beim BKA – Staatsanwaltschaft bezieht Stellung

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Ehemalige Praktikantin jetzt beim BKA – Staatsanwaltschaft bezieht Stellung

Unser Artikel zum Thema hat unsere Leser stark bewegt. Wurde gegen die Praktikantin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet?

>> weiterlesen

Nachgefragt | Irreguläre Migration – Die Mutter aller Probleme?

Nachgefragt | Irreguläre Migration – Die Mutter aller Probleme?

In der Maximilianstraße in Regensburg verkaufen Migranten als Drogendealer am helllichten Tag ihre Ware  ein gesamtdeutsches Problem?

>> weiterlesen

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Zu Unrecht Denunzierter Polizeibeamter endgültig freigesprochen

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Zu Unrecht Denunzierter Polizeibeamter endgültig freigesprochen

Bei einem Verhör versucht ein irakischer Drogendealer sein Handy zu zerbrechen. Mit einem „Schockschlag“ kann ein Kripobeamter dies verhindern.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Es geschieht am helllichten Tag: Dealermafia hat Maxstraße fest im Griff

Nachgefragt | Es geschieht am helllichten Tag: Dealermafia hat Maxstraße fest im Griff

Dealer, Spritzen und Urin: Die Maximilianstraße in Regensburg hat sich spätestens im letzten Jahr zu einem kriminellen Brennpunkt entwickelt.

>> weiterlesen

Nachgefragt weitere Artikel

Nachgefragt | Liebevoll saniertes Wasserschloss Pürkelgut Opfer von Einbruchsserie und hemmungslosem Vandalismus

Nachgefragt | Liebevoll saniertes Wasserschloss Pürkelgut Opfer von Einbruchsserie und hemmungslosem Vandalismus

Die Dieselstraße ist schon seit einigen Jahren das Sorgenkind des Regensburger Stadtostens. Mittlerweile sind auch Einbrecher hier unterwegs.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Update: 30.000 € Stadt-Geld gehen jetzt doch an Sea-Eye

Nachgefragt | Update: 30.000 € Stadt-Geld gehen jetzt doch an Sea-Eye

Nach langem Hin- und Her: Jetzt spendet die Stadt Regensburg doch 30.000 € an die Seenotrettungsorganisation Sea-Eye.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Ehemalige Praktikantin jetzt beim BKA – Staatsanwaltschaft bezieht Stellung

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Ehemalige Praktikantin jetzt beim BKA – Staatsanwaltschaft bezieht Stellung

Unser Artikel zum Thema hat unsere Leser stark bewegt. Wurde gegen die Praktikantin ein Ermittlungsverfahren eingeleitet?

>> weiterlesen

Nachgefragt | Irreguläre Migration – Die Mutter aller Probleme?

Nachgefragt | Irreguläre Migration – Die Mutter aller Probleme?

In der Maximilianstraße in Regensburg verkaufen Migranten als Drogendealer am helllichten Tag ihre Ware  ein gesamtdeutsches Problem?

>> weiterlesen

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Zu Unrecht Denunzierter Polizeibeamter endgültig freigesprochen

Nachgefragt | Schockschlag-Affäre: Zu Unrecht Denunzierter Polizeibeamter endgültig freigesprochen

Bei einem Verhör versucht ein irakischer Drogendealer sein Handy zu zerbrechen. Mit einem „Schockschlag“ kann ein Kripobeamter dies verhindern.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Es geschieht am helllichten Tag: Dealermafia hat Maxstraße fest im Griff

Nachgefragt | Es geschieht am helllichten Tag: Dealermafia hat Maxstraße fest im Griff

Dealer, Spritzen und Urin: Die Maximilianstraße in Regensburg hat sich spätestens im letzten Jahr zu einem kriminellen Brennpunkt entwickelt.

>> weiterlesen

Nachgefragt | Linksextremisten-Demo gegen Fürstin Gloria – Regensburger OB und „Sea Eye“ distanzieren sich nicht von Verfassungsfeinden

Nachgefragt | Linksextremisten-Demo gegen Fürstin Gloria – Regensburger OB und „Sea Eye“ distanzieren sich nicht von Verfassungsfeinden

Vor Schloss St. Emmeram soll demonstriert werden. Neben demokatiefeindlichen und mitunter gewaltbereiten Gruppierungen will auch „Sea Eye“ teilnehmen.

>> weiterlesen

Nachgefragt | 100-jährige Eiche soll gefällt werden – wird jetzt geklagt?

Nachgefragt | 100-jährige Eiche soll gefällt werden – wird jetzt geklagt?

Ein Grundstückseigentümer will eine mächtige, alte Eiche fällen. Aber nur die eine Hälfte des Baumes gehört ihm.

>> weiterlesen

Nachgefragt | OB-Kandidatin Freudenstein zeigt klare Kante gegen Angstraum Bahnhof und Schmierer

Nachgefragt | OB-Kandidatin Freudenstein zeigt klare Kante gegen Angstraum Bahnhof und Schmierer

Die Oberbürgermeisterkandidatin der CSU, Dr. Astrid Freudenstein, zeigt auf ihren Social-Media-Kanälen klare Kante gegen Schmierer und das Unsicherheitsgefühl am Bahnhof.

>> weiterlesen

© Regensburger Stadtzeitung