Mehr Klartext wagen! | Nach Thurn-und-Taxis-Jagdschlossbrand: Linksextremistische „Antifa“ im Fadenkreuz der Ermittler

Mehr Klartext wagen! | Nach Thurn-und-Taxis-Jagdschlossbrand: Linksextremistische „Antifa“ im Fadenkreuz der Ermittler

Bildunterschrift: „Antifa“-Schmierereien in Regensburg: Selbst am Wahrzeichen Steinerne Brücke.


 

- Anzeige -
In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober brannte das historische Jagdschloss im Thiergarten zwischen Donaustauf und Altenthann, das die Familie zu Thurn und Taxis einem Golfclub zur Verfügung gestellt hatte, vollständig aus. In einem Bekennerschreiben, an dessen Authentizität es zunächst Zweifel gab, hat sich die „Antifa“ zum Terrorakt bekannt. Der Stadtzeitung liegen interne Informationen aus Ermittlerkreisen vor, die nahelegen, dass es zwei verschiedene Brandherde gegeben haben muss. Brandstiftung – und somit eine Beteiligung der „Antifa“ – sind wahrscheinlich.

Bekennerschreiben: tief rot

Im Bekennerschreiben spricht man von der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis als einer bourgeoisen „Großkapitalistin“, die mit den reaktionärsten Teilen der herrschenden Klasse vernetzt sei. Gewünscht wird eine Art Räterepublik. Der Text schließt mit der Drohung, das nächste Mal mehr als nur den Golfclub niederzubrennen.

Brandstifter vermutlich keine Regensburger

Die Regensburger „Antifa“ spielt bislang eine eher untergeordnete Rolle und ist nur durch aggressive Schmierereien am Welterbe auffällig geworden. Das Polizeipräsidium Oberpfalz kann uns keine Angaben zu ihr machen, stattdessen gibt man uns für das Jahr 2024 33 Fälle von links-politisch motivierter Kriminalität an (davon 22 Fälle von Sachbeschädigung) und für das Jahr 2023 30 Fälle (davon 14 Fälle von Sachbeschädigung). Insider gehen davon aus, dass die Brandstifter des historischen Jagdschlosses überregionale „Antifa“-Terroristen waren, die von der Regensburger Gruppierung allenfalls logistisch unterstützt wurden.

 

- Anzeige -

 

Kriminelle Energie entlädt sich in Gewalt

Die linksextremistische Gruppierung macht immer wieder Schlagzeilen für ihre extreme Gewaltbereitschaft. Beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg kam es zu brennenden Autos, Straßenschlachten mit der Polizei und geplünderten Geschäften. Unter anderem verantwortlich: verschiedene „Antifa“-Gruppen. Auf Corona-Demonstrationen wurden Menschen krankenhausreif geprügelt. Und erst kürzlich wurde eine deutsche „Antifa“-Terroristin für eine brutale Attacke auf Rechtsextreme in Budapest zu einer Haftstrafe verurteilt.

Internationaler Aufschrei

Vor wenigen Wochen lässt Donald Trump die „Antifa“ per Anordnung als terroristische Organisation verbieten. Bereits in seiner ersten Amtszeit hat er das versucht. Ungarn zieht nach. Und auch das niederländische Parlament hat vor wenigen Wochen einen Antrag zum Verbot der „Antifa“ angenommen (wenngleich nicht rechtsverbindlich). Jetzt will auch die AfD ein Verbot prüfen und umsetzen – möglicherweise ziehen andere Parteien jetzt nach. Zu Verbotsüberlegungen äußert sich das Bundesinnenministerium auf Anfrage nicht, um potenziell Betroffenen keine Möglichkeit zu geben, die behördlichen Maßnahmen zu vereiteln. Die mutmaßlichen Brandstifter haben jedenfalls klargestellt, dass das Jagdschloss Thiergarten bei Regensburg, vormals ein historisches Kulturgut, nicht die letzte Ruine ist, die sie hinterlassen wollen. (lnw)

 


 

Update:

 

Die Stadtzeitung hat am 16.10.2025 darüber berichtet, dass die Spurenlage zunächst auf Brandstiftung hindeutete. Das hat sich anscheinend nicht bestätigt. Mehr dazu im Artikel „Aufatmen beim Golfclub Thiergarten: Brandstiftungsverdacht wohl vom Tisch“, 13.11.2025

 


Was ist eigentlich die „Antifa“?

 

Die „Antifa“ („Antifaschistische Aktion“) ist laut Sprecherin des Innenministeriums keine homogene Gruppierung, sondern setzt sich aus vielen regionalen Gruppen zusammen. Die „Antifa Süd“ (im süddeutschen Raum) hingegen verfügt über feste Strukturen und strebt die Etablierung einer bundesweiten „Antifa“ an. Sie ist ein Beobachtungsobjekt des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV).


Die „Nachgefragt“-Reihe

  • Tags:
  • gepostet am: Donnerstag, 16. Oktober 2025

Magazin weitere Artikel

Meldung | Aiwanger fordert industriepolitisches Umdenken

Meldung | Aiwanger fordert industriepolitisches Umdenken

Anlässlich des Empfangs der niederbayerischen Wirtschaft am Mittwoch in Passau fordert Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ein industriepolitisches Umdenken.

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Unbekannte beschmieren abgestellten Zug

Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Unbekannte beschmieren abgestellten Zug

Am Sonntag informierte die Leitstelle der Agilis-Bahn die Bundespolizei über ein Graffito an einem abgestellten Zug.

>> weiterlesen

Meldung | Aiwanger lobt mittelständisches Architektur- und Ingenieurbüro „DELTA Gruppe“

Meldung | Aiwanger lobt mittelständisches Architektur- und Ingenieurbüro „DELTA Gruppe“

Aiwanger: "Die DELTA Gruppe zeigt, dass man sich durch Fleiß und Kompetenz auch in einer schwierigen Marktlage behaupten kann"

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Nürnberg: Mann wird von arabischem Einbrecher mit Hammer verletzt

Aus bayerischen Polizeiberichten | Nürnberg: Mann wird von arabischem Einbrecher mit Hammer verletzt

Zwei bislang unbekannte Täter brachen in der Nacht zum Dienstag in eine Bootsverleihhütte ein und lösten dabei einen Alarm aus.

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Nürnberg: Syrer vergewaltigt Teenagerinnen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Nürnberg: Syrer vergewaltigt Teenagerinnen

Die Ermittlungskommission "EKO Kajal" bekämpft Straftaten im Zusammenhang mit Sexual- und Betäubungsmitteldelikten.

>> weiterlesen

Meldung | Aiwanger: Bedarf an Sicherheits- und Verteidigungstechnik wachse

Meldung | Aiwanger: Bedarf an Sicherheits- und Verteidigungstechnik wachse

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat die bayerische Industrie auf die wachsenden Chancen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie hingewiesen.

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Bahnhof Regensburg: Unbekannter tritt nach Deutschem mit Hammer

Aus bayerischen Polizeiberichten | Bahnhof Regensburg: Unbekannter tritt nach Deutschem mit Hammer

Am Mittwoch hat ein unbekannter Täter in der Bahnhofshalle mit den Füßen nach einem Mann getreten.

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Roding: Messerangriff durch 13-jährigen Syrer

Aus bayerischen Polizeiberichten | Roding: Messerangriff durch 13-jährigen Syrer

Eine körperliche Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen auf einem Volksfest endete in einer Bedrohung mit einem Messer.

>> weiterlesen

Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Schmierer besprühen abgestellten Zug

Aus bayerischen Polizeiberichten | Regensburg: Schmierer besprühen abgestellten Zug

Am Montag informierte die Leitstelle der Bahn die Bundespolizei über Graffiti an einem abgestellten Zug.

>> weiterlesen

Nachgefragt weitere Artikel

Mehr Klartext wagen! | Warum der tiefe Fall von Joachim Wolbergs zur Dauerbelastungsprobe für die neue Stadtregierung wird – ein Kommentar

Mehr Klartext wagen! | Käpt´n Merz funkt SOS

Mehr Klartext wagen! | Regensburg vor seiner Schicksalswahl: Aufbruch oder Gender-Klo

Mehr Klartext wagen! | Regensburg nach der Wahl: Schafft Freudenstein die bürgerliche Wende?

Mehr Klartext wagen! | Darüber lacht ganz Bayern: Regensburg verbietet „Lumumba“ auf dem städtischen Christkindlmarkt wegen Rassismus-Vorwürfen

Mehr Klartext wagen! | Alte Mälzerei: Sicherheit vor Ideologie!

Mehr Klartext wagen! | Heute Journal-Skandal erschüttert öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Mehr Klartext wagen! | Nach massiver Kritik weiter Teile der Bevölkerung: Bayern stößt drastische Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) an

Mehr Klartext wagen! | Einladung von Merkel zum CDU-Parteitag: Ausdruck politischer Todessehnsucht?

© Regensburger Stadtzeitung