Nachgefragt | 100-jährige Eiche soll gefällt werden – wird jetzt geklagt?

Nachgefragt | 100-jährige Eiche soll gefällt werden – wird jetzt geklagt?

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Eine mächtige, alte Eiche soll gefällt werden. Die Stadt hat dem Eigentümer wegen angeblicher gesundheitlicher Probleme eine Ausnahmegenehmigung für die Fällung erteilt. Aber: Nur die eine Hälfte des Baumes bzw. des Grundstücks gehört ihm. Die andere Hälfte gehört einer Eigentümergemeinschaft – und die wehrt sich gegen die Fällung. Darüber haben wir Mitte des Jahres mehrfach berichtet.

Bevor der Eigentümer auf Fällung des Baumes klagen kann, müssen beide Parteien einen Schlichtungsversuch unternehmen, so die Mittelbayerische Zeitung (MZ). Doch man habe keinen Kompromiss finden können. Dem Eigentümer der einen Baumhälfte wurde z.B. ein großzügiger Pflege- und Rückschnitt angeboten, doch jedoch abgelehnt wurde.

Es steht der Vorwurf im Raum, die Stadt Regensburg habe für die Fällgenehmigung nur den Eigentümer, der den Baum fällen lassen will, nicht aber alle anderen Beteiligten angehört. Und so könnte es noch einmal passieren, wenn die Genehmigung im kommenden Januar ausläuft. Die Stadt will nur den Antragsteller am Verfahren beteiligen, so die MZ. Dritte ziehe man nur zurate, wenn ihre Belange für die Entscheidung erheblich seien, was aber bei einer Fällgenehmigung nicht der Fall wäre.

Die Eiche gehört beiden Parteien, aber im Rahmen der Fällgenehmigung wurde nur eine davon gehört – womöglich zu Lasten der Natur. Dass man die beteiligten Parteien übergeht, um deren Eigentum es letztendlich auch geht, ist nicht nachzuvollziehen. Wurde in dieser Sache formaljuristisch richtig gehandelt? Wir werden berichten. (lnw)

 


Die „Nachgefragt“-Reihe

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