Nachgefragt | Liebevoll saniertes Wasserschloss Pürkelgut Opfer von Einbruchsserie und hemmungslosem Vandalismus

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Eine der mutmaßlichen Kundschafterinnen taucht auf einem Überwachungsvideo auf und wird von einem Anwohner fotografiert.


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Die Dieselstraße ist schon seit einigen Jahren das Sorgenkind des Regensburger Stadtostens. Am Wendehammer wird immer wieder Schutt und Unrat aller Art abgeladen. Und das in einer Umgebung, die mit dem Sportpark Ost und dem Innovationsviertel eigentlich zum Prestigeviertel aufsteigen soll. Hin und wieder scheint die Stadt den Müll zu entfernen, aber nur auf dringende mehrfache Aufforderung. Gemäß Broken-Windows-Theorie verwahrlost diese Gegend zwischen Ankerzentrum und Schloss Pürkelgut nur noch mehr, wenn sich niemand darum kümmert. Bei nur den Stadtverschmutzern, die hier ihr Unwesen treiben, bleibt es jedoch nicht – auch mutmaßliche Kupferdiebe und mittlerweile auch Einbrecher sind hier unterwegs.

Müll zieht Müll an

Wiederholt haben wir über den Wendehammer Dieselstraße berichtet – jetzt ist er wieder vermüllt: Fahrzeugsitze, Farbeimer, Holz und sonstiger Bauschutt lassen die Dieselstraße nicht gerade glänzen. Immer wieder haben wir die Stadt auf die Problemzone angesprochen, aber selbstständig scheint man das Müllproblem dort nicht anzugehen. Besonders kurios: Nur 50 Meter weiter steht ein Fahrzeug der Stadt Regensburg, das am Wendehammer vorbeigefahren sein muss.

 

 Titel 2 DieselstraßeDer Wendehammer am Ende der Dieselstraße wird als Müllhalde benutzt.
Bilder: © lnw

Sportpark Ost

Dabei soll der Bereich Dieselstraße/Zeißstraße eigentlich aufgewertet werden: Im letzten Jahr ging das städtische Prestigeprojekt, der Sportpark Ost, Ecke Zeißstraße/Dieselstraße in Betrieb: Das ist eine Sportanlage mit Hallenbad und Leichtathletikhalle. Der Sportpark soll laut Stadtwebsite Regensburgs Stellung als überregionalen Sportstandort ausbauen. Auch eine eigene Busanbindung wurde eingerichtet – so sehr will die Stadt ihre Bürger anlocken.

Innovationsquartier

Außerdem soll in der Nähe ein weiteres Vorzeigeprojekt entstehen: Auf dem ehemaligen Gelände der Prinz-Leopold-Kaserne will die Stadtbau-GmbH ein klimaneutrales Wohngebiet erschaffen – das sogenannte Innovationsquartier. Sozial geförderte Wohnungen, Grundschulen, Kindertagesstätten, Bücherei und Geschäfte sollen das neu entstehende Viertel attraktiv machen. Leider scheint die Stadt auch diese Umgebung nicht in den Griff zu bekommen.

 

Titel 3 DieselstraßeWill der Fahrer nichts gesehen haben? – Ein Fahrzeug der Stadt, nicht weit weg vom Wendehammer.
Bild: © lnw

Flüchtlingsunterkünfte

Ebenfalls in der Nähe: Ein Flüchtlingsheim in der Dieselstraße und ein Ankerzentrum in der Zeißstraße. Die Vermüllung gerade dieses Bereichs müsste die Stadt eigentlich tunlichst verhindern, um die Integration der Flüchtlinge in ein sauberes Stadtumfeld und ihre Akzeptanz in der Stadtbevölkerung zu gewährleisten. Stattdessen geht die Verwaltung mit schlechtem Beispiel voran und zeigt, wie es in Regensburg eigentlich nicht aussehen sollte.

Kupferdiebe

Mitte letzten Jahres wurden im Umfeld des Wendehammers zwei mutmaßliche Kupferdiebe von einem Anwohner mit wachsamem Jagdhund und einem Bahnmitarbeiter gestellt, die Kupferkabel aus ihrem Auto in ein Gebüsch zerrten (wir haben berichtet). Nach Angabe eines Anliegers sollte dort die Übergabe des mutmaßlichen Diebesguts stattfinden.

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Einbrecher

Den bisherigen Tiefpunkt des Viertels stellen aber die kürzlichen Einbrüche ins Schloss Pürkelgut dar. An verschiedenen Tagen haben Einbrecher beim liebevoll und aufwändig sanierten Wasserschloss wüste Beschädigungen verursacht und in einem Nebengebäude des Schlossbesitzers Werkzeuge entwendet. An einem eingeschlagenen Fenster wurden Blutspuren hinterlassen, die eventuell zur Ergreifung der Täter führen können. Außerdem: Unmittelbar vor den Einbrüchen sind zwei junge Osteuropäerinnen auf den Überwachungsvideos aufgetaucht. Laut Stadtzeitungsinformation sollen sie kurz vor den Einbrüchen das Gelände ausgekundschaftet haben.

Broken Windows

Die Aufwertung des Viertels Dieselstraße/Zeißstraße scheint bislang fehlgeschlagen. Es fehlt an der Grundlage: einer sauberen, lebenswerten Umgebung. So lange die nicht gewährleistet ist, vermehrt sich die Verwahrlosung ganz von selbst und zieht immer mehr Menschen an, die sich in einem rechtsfreien Raum wohler fühlen als in sauberen, geordneten Verhältnissen. Ohne Grundsubstanz geht es für den Stadtosten weiterhin bergab. (lnw)

 


Die „Nachgefragt“-Reihe

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© Regensburger Stadtzeitung